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 Junger Fischadler im Horst
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Der Unterkörper, die Unterflügeldecken und der Kopf des Fischadlers sind weiß, charakteristisch ist der breite schwarze Streifen vom Auge bis zum Hals, so dass er kaum mit anderen Adlern zu verwechseln ist. Als Kosmopolit hat sich der Fischadler an eine Vielzahl von Lebensräumen angepasst. Generell benötigt er zur Nahrungssuche fischreiche und offene Gewässer, deren Sichttiefe keine Rolle spielt. Es kann sich dabei um kleine Fischteiche oder große (Stau-) Seen handeln, genauso wie um Flüsse oder Kanäle. Zur Brutzeit werden Gewässer gewöhnlich bis zu einer Entfernung von 5 km, in Ausnahmefällen bis 20 km vom Horst entfernt aufgesucht. Der Horst wird auf freistehenden Bäumen fast immer auf der Baumspitze errichtet, weshalb eine gut ausgebildete Krone wichtig ist. Die Horstbäume überragen die Umgebung deutlich und können innerhalb oder außerhalb von Waldungen stehen. In Bayern waren dies früher Waldkiefern, Tannen, Eichen oder Fichten mit Wipfelbruch. Daneben nutzen Fischadler auch andere exponierte Horstunterlagen, z.B. in Ostdeutschland häufig Stromleitungsmasten. In Bayern brüten nur 1-2 Brutpaare des Fischadlers. Durch intensive menschliche Verfolgung ist die ursprüngliche Verbreitung des Fischadlers in Bayern und im restlichen Westdeutschland stark beschnitten worden. Fischadler werden heute in Bayern hauptsächlich auf dem Zug beobachtet. Als mögliche Fischadler-Horststandorte sollten große Totholzstämme und Überhälter erhalten werden, und störungsfreie Räume um den Horst zur Brutzeit in einem Umkreis von 300 m gesichert werden, ebenso große beruhigte Wasserbereiche zur Nahrungssuche
Quelle: LWF (2003): Artenhandbuch: Müller-Kroehling, S., Franz, Ch., Binner, V., Müller, J., Pechacek. P. & Zahner, V. (2003): Artenhandbuch der für den Wald relevanten Tier- und Pflanzenarten des Anhanges II der Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie und des Anhanges I der Vogelschutz- Richtlinie in Bayern. - Freising, 161 S. + Anl.  Film über die Fischadler-Beringung 2012


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