Mittwoch, 22. Februar. 2012

Denkmäler im Wald
Zeugnisse des Lebens vergangener Zeiten
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Klein- und Bodendenkmäler im Hessenreuther Wald

Klein- und Bodendenkmäler machen unsere Landschaft erst zur Heimat. Sie möchten zum Nachdenken und Nachforschen, aber auch zum Innehalten, Betrachten und Staunen in einer rastlosen Zeit einladen.
Hohlwege, verlassene Waldpfade, Wüstungen, Kohlemeiler, Bildmotive, Inschriften und Jahreszahlen verraten viel über das Leben vergangener Zeiten. Sie erklären uns die mittelalterlichen und neuzeitlichen Besitzverhältnisse, zeigen historische Waldnutzungsformen auf und geben Hinweise über die frühere Volksfrömmigkeit.
Klein- und Bodendenkmäler weisen auf unsere Wurzeln hin und geben unserer Heimat und den hier lebenden Menschen Würde, Kultur und Geschichte. Sie mahnen uns aber auch zu einem achtsamen Umgang mit der Landschaft.


vermutlich aus dem 15./16. Jahrhundert:

ein Grenzstein der Abtei Speinshart im Hessenreuther Wald, an einer mittelalterlichen Altstraße mit dem Wappen der Abtei Speinshart.


Grenzstein an einer mittelalterlichen Altstraße
Noch gut erkennbar das Wappen der Prämonstratenserabtei Speinshart
Rückseite
Rückseite

Altstraßen sind historische, unbefestigte Wege, die in einem Wegenetz Städte und Orte verbanden. Der Verlauf richtete sich nach der Geologie und Topographie des Geländes. Der Ursprung von Altstraßen in Zentraleuropa lässt sich bis in germanische bzw. keltische Zeiten datieren.



Das Wappen der Prämonstratenserabtei Speinshart zeigt einen silbernen Turm auf rotem Grund. Dasselbe Wappen führte der Überlieferung nach auch Adelvolk von Reifenberg, der Stifter der Abtei. Der Wappenschild ist mit der Mitra besetzt und stellt zusammen mit dem Hirtenstab dahinter die Abtswürden dar.


Historischer Grenzverlauf des Waldbesitzes der Abtei Speinshart im Hessenreuther Wald.
Quelle: Kataster-Uraufnahme von 1808 – 1853.
Rot umringelt der Grenzstein.



Der Abspann

Wüstung mit Überresten der „Abspannstation“. Auf dem Scheitelpunkt des Hessenreuther Berges wurden seit dem Mittelalter die Ochsen der Fuhrwerke ab- und umgespannt.


Wüstung "Abspann"


historische Karte
Postkarte aus dem Jahre 1935

Lage der Abspannstation westlich der heutigen Bundesstraße.
Quelle: Kataster-Uraufnahme von 1808 – 1853.
Postkarte aus dem Jahr 1935


Das Schützenmarterl

datiert auf das Jahr 1837. Der Überlieferung nach gestiftet von einem Wanderer, der von einem Wildschwein angegriffen und auf wunderbare Weise auf einem Baum Rettung fand.



Hinweis in diesem Rahmen:

Denkmal im Wald - Eine Ausstellung über Kulturgüter im Wald (im Januar)


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aktualisiert: 05.10.2011 
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