![]() | ||||||||
Der Sperlingskauz ist die kleinste europäische Eulenart, und etwa so groß wie ein Star. Sein Lebensraum sind reich strukturierte, ausgedehnte Wälder mit hohem Nadelholzanteil und ausreichendem Angebot an Höhlen und Halbhöhlen - insbesondere auch im stehenden Totholz .Neben abwechslungsreich gegliederten Baumbeständen müssen Freiflächen vorhanden sein. Das artspezifische Habitatmosaik zeigt eine vielfältige Gliederung in Stangen- und Althölzer, Lichtungen, Moore, Kahlschläge, Wiesen oder Schneisen. Monotone, gleichaltrige Bestände wie ausgedehnte Hochwälder, flächige Kahlschläge oder Dickungen werden gemieden. Die verschiedenen Waldstrukturen werden in unterschiedlicher Weise genutzt: Dicht geschlossene Bestände fungieren als Tageseinstände, lichte Althölzer bieten Höhlenbäume (Brut- und Depotplätze) und hohe Singwarten, kleine Freiflächen und Bestandesränder bilden das Jagdgebiet der Kleineule. Der im Gegensatz zu anderen europäischen Eulenarten dämmerungs- und tagaktive Sperlingskauz erbeutet neben Kleinsäugern (hauptsächlich Wühlmäuse) auch Jung- und Kleinvögel. In Bayern brütet er im gesamten Alpenbereich von der montanen bis zur subalpinen Stufe, wobei er in Bergkiefernregionen (subalpine Latschenwälder) als Brutvogel nicht anzutreffen ist. Weitere Vorkommen finden sich in den östlichen Grenzgebirgen: Bayerischer- Oberpfälzer Wald, Steinwald, Fichtelgebirge, Frankenwald. Sichere Brutnachweise sind aus den Hassbergen, dem Steigerwald und dem Nürnberger Reichswald sowie Spessart bekannt. Die Gefährdungsursachen liegen in der Fragmentierung von geschlossenen Waldgebieten und im Verlust bzw. Mangel an geeigneten Bruthöhlen, sowie Störungen des Brutgeschäftes durch forstliche Betriebsarbeiten im unmittelbaren Umfeld der Höhle. Der Sperlingskauz ist in der bayerischen Roten Liste auf der Vorwarnstufe. Erhaltungsziele für den Sperlingskauz sind die Sicherung von großflächigen, reich gegliederten Altholzbeständen mit einem hohen Totholzanteil sowie der Schutz von Höhlenbäumen und Sicherung traditioneller Waldnutzungen. Quelle: LWF (2003): Artenhandbuch: Müller-Kroehling, S., Franz, Ch., Binner, V., Müller, J., Pechacek. P. & Zahner, V. (2003): Artenhandbuch der für den Wald relevanten Tier- und Pflanzenarten des Anhanges II der Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie und des Anhanges I der Vogelschutz-Richtlinie in Bayern. - Freising, 161 S. + Anl. Info-Blatt:
© Unser Hessenreuther Wald e.V. | ||||||||
| Seite schliessen... | ||||||||